THG-Quote Preisentwicklung
Marktanalyse, Preiszyklen und Einordnung für 2026
Stand: Januar 2026
Diese Seite richtet sich an alle, die die THG-Quote nicht nur beantragen, sondern den THG-Quotenmarkt verstehenmöchten.
2OCean analysiert die Preisentwicklung der THG-Quote, ordnet regulatorische Eingriffe ein und erklärt, warum sich der Markt 2026 strukturell verändert hat.
Im Fokus stehen Marktmechanik, Risiken und realistische Auszahlungsszenarien – nicht kurzfristige Werbeversprechen.
1. Was ist die THG-Quote aus Marktsicht?
Die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) ist kein Förderprogramm, sondern ein regulierter Compliance-Markt.
Mineralölunternehmen sind gesetzlich verpflichtet, ihre Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren oder entsprechende Erfüllungsoptionen zuzukaufen.
Elektrofahrzeuge erzeugen dabei pauschalierte CO₂-Einsparungen, die als handelbare Quoten in diesen Markt eingespeist werden können.
Wichtig:
Die THG-Quote unterliegt Angebot, Nachfrage und Regulierung – nicht einem staatlich fixierten Preis.
2. Historische Preisentwicklung der THG-Quote (2019–2026)
Die Preisentwicklung der THG-Quote verlief in den vergangenen Jahren zyklisch und volatil.
Überblick nach Marktphasen:
| Zeitraum | Preisniveau | Markteinordnung |
|---|---|---|
| 2019–2021 | 150–200 €/t CO₂ | Geringes Angebot, begrenzte Handelsvolumina |
| 2022 | 250–475 €/t CO₂ | Boomphase durch THG-Novelle, Nachfrageüberhang |
| 2023 | 90–200 €/t CO₂ | Strukturbruch durch Überangebot |
| 2024 | 50–100 €/t CO₂ | Tiefpunkt, Vertrauensverlust im Markt |
| 2025 | 75–135 €/t CO₂ | Bodenbildung, Marktbereinigung |
| 2026 | 350–420 €/t CO₂ | Stabilisierung nach regulatorischer Nachschärfung |
3. Warum kämm es 2023-2024 zum massiven Preisverfall?
Der starke Preisverfall war kein Marktzufall, sondern die Folge mehrerer struktureller Faktoren:
3.1 Überangebot durch alternative Erfüllungsoptionen
Upstream Emission Reductions (UER)
biogene Kraftstoffe
internationale Projektanrechnungen
Diese Optionen führten zu einem Angebotsüberhang, der den Preis für THG-Quoten massiv unter Druck setzte.
3.2 Fehlanreize im System
Ein Teil der Marktteilnehmer vermarktete Quoten ohne langfristige Absicherung, was zu aggressiven Endkundenversprechen führte.
3.3 Vertrauensverlust
Zweifel an der Qualität einzelner Zertifikate und regulatorische Unsicherheiten verstärkten die Abwärtsbewegung.
4. 2026 als struktureller Wendepunkt im THG-Markt
Für 2026 zeichnet sich erstmals wieder eine fundierte Marktstabilisierung ab.
Zentrale Gründe:
strengere regulatorische Vorgaben für UER-Anrechnung
höhere Mindestquoten für Verpflichtete
reduzierte Verfügbarkeit alternativer Billigoptionen
verbesserte Markttransparenz
Der Markt bewegt sich damit weg von theoretischen Maximalpreisen hin zu realistisch erzielbaren Erlösen.
5. Warum theoretische Höchstpreise irreführend sind
Häufig werden in der THG-Kommunikation sehr hohe „bis-zu-Beträge“ genannt.
Diese beruhen jedoch oft auf:
theoretischen Strafzahlungen (600 €/t CO₂)
idealisierten Marktannahmen
nicht abgesicherten Vermarktungsmodellen
In der Praxis sind solche Preise nicht dauerhaft erzielbar. Daher bietet 2OCean.de einen garantierten Fixpreis in Höhe von 288€ pro E-Auto pro Jahr an.
Entscheidend ist nicht der Höchstwert auf dem Papier,
sondern der gesicherte Erlös nach Vermarktung.
6. Fixpreis vs. Marktrisiko – eine rationale Einordnung
Vor dem Hintergrund der Markthistorie ist nachvollziehbar, warum sich viele Marktteilnehmer 2026 für Fixpreismodelleentscheiden.
Fixpreis-Modelle:
planbarer Erlös
keine Abhängigkeit von Marktspitzen
geeignet für risikoaverse Endkunden
Marktbasierte Modelle:
höhere Chancen in Boomphasen
aber signifikante Schwankungsrisiken
2OCean bewertet Fixpreise nicht als „konservativ“, sondern als Marktlogik nach einer Phase hoher Volatilität.
7. Die Rolle von 2OCean im THG-Quotenmarkt
2OCean versteht sich nicht als reiner Vermittler, sondern als analytische Schnittstelle zwischen Markt, Regulierung und Endkunden.
Unser Ansatz:
transparente Markteinordnung
realistische Szenarien statt Marketingversprechen
gesicherte Kontingente statt Spekulation
Die für 2026 angebotene Fixprämie von 288 € für E-PKW (M1) basiert auf abgesicherten Marktannahmen, nicht auf theoretischen Höchstwerten.
8. Fazit: Was Endkunden aus der Preisentwicklung lernen sollten
Die THG-Quote ist ein funktionierender, aber komplexer Markt.
Die letzten Jahre haben gezeigt:
Extreme Preisspitzen sind nicht nachhaltig
Tiefpunkte entstehen durch strukturelle Fehlanreize
Stabilität entsteht durch Regulierung und Marktbereinigung
2026 markiert erstmals wieder ein ausgewogenes Marktumfeld, in dem Planbarkeit wichtiger ist als Spekulation.
Fixpreis-Modell 2026 bei 2OCean - rationale Entscheidung statt Spekulation
Das Fixpreis-Modell von 2OCean für das Quotenjahr 2026 ist das Ergebnis einer bewussten Marktentscheidung – nicht eines Marketingversprechens.
Nach mehreren Jahren hoher Volatilität im THG-Quotenmarkt zeigt sich, dass planbare Erlöse für viele Endkunden wirtschaftlich sinnvoller sind als die Hoffnung auf kurzfristige Preisspitzen.
Warum ein Fixpreis 2026 sinnvoll ist
gesicherte Quotenkontingente
keine Abhängigkeit von kurzfristigen Marktschwankungen
transparente Auszahlung ohne Nachverhandlungen
reduzierte regulatorische Risiken
Für Elektro-Pkw der Fahrzeugklasse M1 bietet 2OCean im Jahr 2026 eine garantierte THG-Fixprämie von 288 € pro Fahrzeug.
Diese basiert auf abgesicherten Marktannahmen und nicht auf theoretischen Höchstwerten.
THG Quote verständlich erklärt - Marktmechanismus statt Marketingbegriff
Die THG-Quote wird häufig als einfache „Prämie“ dargestellt. Tatsächlich handelt es sich jedoch um einen regulierten Marktmechanismus, der mehreren Einflussfaktoren unterliegt.
Auf unserer Übersichtsseite erklären wir:
wie die THG-Quote gesetzlich verankert ist
welche Marktteilnehmer beteiligt sind
warum Preise schwanken
und wie sich regulatorische Änderungen auf Auszahlungen auswirken
Der Fokus liegt dabei nicht auf Vereinfachung um jeden Preis, sondern auf korrekter Einordnung – auch dort, wo Zusammenhänge komplexer sind.
Häufige Fragen zur THG Quote - sachlich beantwortet
Viele Fragen zur THG-Quote tauchen jedes Jahr erneut auf – insbesondere im Zusammenhang mit Auszahlung, Steuer, Fahrzeugwechsel oder Mehrfachbeantragung.
In unserem FAQ-Bereich beantworten wir unter anderem:
Wer ist 2026 quotenberechtigt?
Wie oft kann die THG-Prämie beantragt werden?
Was passiert bei Fahrzeugverkauf oder Halterwechsel?
Ist die THG-Prämie steuerpflichtig?
Welche Unterlagen werden benötigt?
Alle Antworten basieren auf dem aktuellen regulatorischen Stand und werden laufend aktualisiert.
Glossar zur THG-Quote
Zentrale Begriffe einfach, aber korrekt erklärt
Diese Glossar-Sektion erläutert die wichtigsten Fachbegriffe rund um die THG-Quote, wie sie im Markt, in der Regulierung und in der Preisbildung verwendet werden. Ziel ist eine sachliche Einordnung, nicht eine Vereinfachung auf Kosten der Genauigkeit.
THG-Quote (Treibhausgasminderungsquote)
Die THG-Quote ist eine gesetzlich festgelegte Verpflichtung für Unternehmen, die fossile Kraftstoffe in Verkehr bringen. Diese Unternehmen müssen ihre verursachten Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor schrittweise reduzieren oder entsprechende Erfüllungsoptionen nachweisen.
Elektrofahrzeuge erzeugen dabei pauschal anerkannte CO₂-Einsparungen, die als handelbare Quote in diesen Markt eingebracht werden können.
THG-Prämie
Die THG-Prämie bezeichnet die Auszahlung, die Halter:innen von Elektrofahrzeugen für die Vermarktung ihrer THG-Quote erhalten.
Sie ist kein staatlicher Zuschuss, sondern das Ergebnis eines Marktpreises für CO₂-Einsparungen.
Die Höhe der Prämie hängt u. a. ab von:
Marktpreis der Quote
Vermarktungsmodell (Fix oder variabel)
Fahrzeugklasse
regulatorischen Rahmenbedingungen
Fixpreis-Modell
Ein Fixpreis-Modell garantiert dem Fahrzeughalter einen festen Auszahlungsbetrag, unabhängig von späteren Marktschwankungen.
Im Kontext eines volatilen THG-Marktes dient der Fixpreis der Planbarkeit und Risikominimierung.
Bei 2OCean beträgt der Fixpreis für Elektro-Pkw (M1) im Jahr 2026: 288 € pro Fahrzeug.
Flex-Modell (marktpreisabhängige Auszahlung)
Beim Flex-Modell richtet sich die Auszahlung nach dem tatsächlich erzielten Marktpreis der THG-Quote.
Dieses Modell bietet höhere Chancen in Boomphasen, birgt jedoch auch das Risiko geringerer Auszahlungen bei Marktverwerfungen.
Flex-Modelle eignen sich primär für Nutzer mit höherer Risikobereitschaft und Markterwartung.
CO₂-Preis / Preis pro Tonne CO₂ (€/t CO₂)
Der Preis pro Tonne CO₂ beschreibt den Marktwert einer anerkannten Emissionsminderung innerhalb des THG-Systems.
Er wird durch Angebot, Nachfrage und regulatorische Vorgaben bestimmt und ist nicht staatlich fixiert.
Die historische Preisentwicklung zeigt starke Schwankungen zwischen unter 100 €/t CO₂ und über 400 €/t CO₂.
UER (Upstream Emission Reductions)
Upstream Emission Reductions (UER) sind Emissionsminderungen, die bereits bei der Förderung oder Verarbeitung fossiler Energieträger entstehen.
Sie stellen eine alternative Erfüllungsoption im THG-System dar und haben in der Vergangenheit zu zusätzlichem Angebot und damit zu Preisdruck geführt.
Die regulatorische Anerkennung von UER-Projekten wurde zuletzt deutlich verschärft.
Strafzahlung (THG-Quote)
Unternehmen, die ihre THG-Verpflichtung nicht erfüllen, müssen eine gesetzlich festgelegte Strafzahlung leisten.
Diese liegt aktuell bei 600 € pro Tonne CO₂.
Die Strafzahlung wirkt als theoretische Preisobergrenze, stellt jedoch keinen realistischen Marktpreis für Endkundenauszahlungen dar.
Fahrzeugklasse M1
Die Fahrzeugklasse M1 umfasst Personenkraftwagen zur Personenbeförderung mit bis zu acht Sitzplätzen zusätzlich zum Fahrersitz.
Reine batterieelektrische Fahrzeuge dieser Klasse sind voll quotenberechtigt und können einmal jährlich eine THG-Prämie erhalten.
UBA (Umweltbundesamt)
Das Umweltbundesamt (UBA) ist die zuständige Behörde für die Anerkennung und Verwaltung der THG-Quote in Deutschland.
Es prüft die gemeldeten Fahrzeugdaten und bestätigt die anrechenbaren CO₂-Einsparungen.
Die eigentliche Vermarktung der Quote erfolgt anschließend über Marktteilnehmer.
Quotenkontingent
Ein Quotenkontingent bezeichnet die vorab gesicherte Menge an THG-Quoten, die ein Anbieter für ein bestimmtes Jahr vermarkten kann.
Gesicherte Kontingente ermöglichen verlässliche Fixpreise, da sie nicht von kurzfristigen Marktbewegungen abhängig sind.
